Ergebnis D2.1 präsentiert eine vergleichende Analyse von zehn vertiefenden Fallstudien aus fünf Ländern. Untersucht werden Kompetenzstrategien und aktive Arbeitsmarktpolitiken (AAMP) in unterschiedlichen nationalen Kontexten.
Das Ergebnis wurde im Rahmen von WP2 entwickelt und wendet eine gemeinsame Methodik an, die Sekundärforschung mit Stakeholder-Beiträgen kombiniert. Es unterstützt die Aufgaben 2.1–2.3 und fließt in Aufgabe 2.4 ein. Damit bietet es eine solide analytische Grundlage für die Communities of Practice und die künftige Politikentwicklung.
Warum das wichtig ist
Dieses Ergebnis liefert die Evidenzbasis, um besser zu verstehen, was beim Kompetenzabgleich und bei aktiven Arbeitsmarktpolitiken (AAMP) wirksam ist. Es unterstützt die Entwicklung wirksamerer, datengestützter politischer Maßnahmen und trägt zur Gestaltung KI-gestützter Instrumente innerhalb des Projekts bei.
Wichtige Informationen
Ziele
- Einen vergleichenden Überblick über zehn Fallstudien zu Kompetenzstrategien und aktiven Arbeitsmarktpolitiken (AAMP) geben
- Wirksame Praktiken und übertragbare Erkenntnisse zwischen Ländern identifizieren
- Analysieren, wie politische Maßnahmen unter unterschiedlichen institutionellen Bedingungen funktionieren (CMO-Ansatz)
- Zentrale Mechanismen und Faktoren hervorheben, die die Wirksamkeit politischer Maßnahmen beeinflussen
- Den Wissensaustausch innerhalb der Communities of Practice unterstützen
- Zur Entwicklung einer gemeinsamen analytischen Grundlage für das Projekt beitragen
Zielgruppe
- Politische Entscheidungsträger auf EU-, nationaler und regionaler Ebene
- Forschende und Analysten im Bereich Arbeitsmarkt- und Kompetenzpolitik
- Relevante Akteure in Kompetenzökosystemen, einschließlich Sozialpartner und Arbeitsmarktinstitutionen
Endnutzer
- Expertinnen und Experten sowie Gutachter im Bereich Arbeitsmarktpolitik
- Gestalter und Entscheidungsträger aktiver Arbeitsmarktpolitiken (AAMP)
- Lokale und sektorale Akteure, die in Kompetenzentwicklung und Arbeitsmarktintegration eingebunden sind
- Partner des EU-ALMPO-Projekts, die an den Communities of Practice beteiligt sind (Aufgabe 2.4)
Schlüsselwörter →
Politik
AAMP | Kompetenzstrategien | Zielgruppen
Analyse
Kompetenzabgleich | Kompetenzökosysteme | Vergleichende Analyse | CMO
Wirkung
Wirksamkeit politischer Maßnahmen | Steuerung | Arbeitsmarktintegration
Ergebnis D2.1 präsentiert eine vergleichende Analyse von zehn vertiefenden Fallstudien, die im Rahmen von Arbeitspaket 2 (WP2) des EU-ALMPO-Projekts entwickelt wurden. Sie decken Deutschland, Griechenland, Italien, Polen und Spanien ab, mit jeweils zwei Fallstudien pro Land. Diese Fallstudien wurden von fünf Projektpartnern erstellt, wobei jeder Partner für zwei nationale Fälle verantwortlich war. Sie sind als Anhänge beigefügt und bilden die zentrale empirische Grundlage des Berichts.
Die untersuchten Fälle umfassen: die Allianz für Aus- und Weiterbildung und die ReDI School of Digital Integration (Deutschland, TIG); den Elefsina-Piloten und den Mechanismus zur Arbeitsmarktdiagnose (Griechenland, HAEA); das GOL-Programm und ReMAP – Metropolitanes Netzwerk für lebenslanges Lernen (Italien, IRS); den Human Capital Balance / Sectoral Human Capital Balance und die Sektoralen Kompetenzräte (Polen, GUT); sowie das COE-Netzwerk und Barcelona Activa – Cibernàrium (Spanien, Domspain).
Alle Fallstudien wurden anhand einer gemeinsamen Methodik entwickelt, die Sekundärforschung mit halbstrukturierten Interviews mit Stakeholdern verbindet und durch einen realistisch informierten analytischen Ansatz unterstützt wird. Jeder Partner formulierte Initial Programme Theories (IPTs), um zu erklären, wie die Interventionen in ihren spezifischen Kontexten voraussichtlich wirken. Diese wurden anschließend durch die Sammlung von Evidenz und die Einbindung von Stakeholdern weiter verfeinert. Dieser Ansatz gewährleistete sowohl die Vergleichbarkeit zwischen den Ländern als auch die Berücksichtigung kontextspezifischer Besonderheiten. Anschließend identifizierte IRS insgesamt 37 CMO-Konfigurationen in den zehn Fallstudien, die vollständig im Anhang des Berichts aufgeführt sind.
Der Bericht ist in fünf analytische Kapitel gegliedert. Er beginnt mit einem Überblick über die zehn politischen Maßnahmen. Danach folgt eine Untersuchung von vier wiederkehrenden Kontextdimensionen: Steuerung von Komplexität und Fragmentierung; institutionelle Kapazität und Systementwicklung; Daten- und Informationssysteme; sowie strukturelle Arbeitsmarktdruckfaktoren und Zugangsbarrieren. Anschließend richtet sich die Analyse auf die Identifizierung von Mechanismen auf zwei Ebenen: Mechanismen auf Systemebene, einschließlich strategischer interinstitutioneller Koordination und der Institutionalisierung von Evidenz und Kompetenzinformationen; sowie Mechanismen auf Akteursebene, wie die Professionalisierung des Personals, Verhaltensänderungen durch relationale Anerkennung und personenzentrierte Einbindung sowie strategische Anreize für Motivation und Verhaltensausrichtung. Das Ergebniskapitel hebt vier wiederkehrende Ergebnisse in den Fallstudien hervor: gestärkte Koordination und Kohärenz der Steuerung; bessere Abstimmung zwischen Bildungs- und Ausbildungsangeboten und den Anforderungen des Arbeitsmarktes; erhöhte Legitimität und politische Sichtbarkeit von Kompetenzpolitiken und aktiven Arbeitsmarktpolitiken (AAMP); sowie verbesserte Beschäftigungsfähigkeit und soziale Inklusion der Zielgruppen. Ein abschließendes Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und identifiziert sowohl förderliche als auch hinderliche Faktoren, die die Wirksamkeit politischer Maßnahmen beeinflussen.
Das Ergebnis ist direkt mit Aufgabe 2.1, der Kartierung nationaler Kompetenzökosysteme, Aufgabe 2.2, der Identifizierung bestehender und entstehender guter Praktiken, und Aufgabe 2.3, der Auswahl und Vorbereitung der Fallstudien innerhalb von WP2, verknüpft. Es fließt außerdem in Aufgabe 2.4 ein und bietet eine analytische Grundlage für die Communities of Practice, in denen die Fallstudien diskutiert werden.
Insgesamt bietet der Bericht eine strukturierte vergleichende Perspektive darauf, wie Kompetenz- und Arbeitsmarktpolitiken in unterschiedlichen institutionellen Rahmenbedingungen funktionieren. Er trägt damit zu einem tieferen Verständnis wirksamer Ansätze für den Qualifikationsabgleich und aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen bei.




